Kunst
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        Gestaltung

Helena Müller

Bildhauerin

Farbe ist Lebensfreude

Wie Ihr seht ist meine Seite sehr farbig und nicht von ultimativem grau-weiß-schwarz-schlichten Minimalismus. Das mag modisch betrachtet kontrapunktisch sein – nun gut, dann ist es das.

Kontrapunktisch war ich vermutlich schon immer unterwegs – man könnte auch sagen: Als Trendsetter.
Unter anderem war ich auch in meinem Kunststudium kontrapunktisch, indem ich mich für figürliche Plastik begeisterte, während die Modeerscheinung gerade vom Minimalismus über Rauminstallation und Konzeptkunst bis zum Kunstvideo voranschritt. Das Auseinanderfallen der Sichtweisen ging so weit, dass gegen Ende meines Studiums Mitstudenten ein Foto einer meiner plastischen Arbeiten nicht mehr als Abbildung des eigentlichen, real dreidimensionalen Werkes lasen, sondern als Fotokunst und Anmerkungen, die ich an raumästhetisch oder handwerklich fragwürdige Konzeptkunstumsetzungen von Mitstudenten hatte, wurden nicht verstanden, weil Grundlagen der Formgebung, also Naturstudium, von vielen nicht mehr erarbeitet wurden.
Man dachte sich das „sparen“ zu können, was mein hoch geschätzter Bildhauerprofessor, Karl-Henning Seemann, der die plastische Formgebung durch und durch und hoch abstrakt durchdrungen hatte, mit „die müssen sehr reich sein“ kommentierte.

Was ich damit sagen möchte: Es ist für mich gewissermaßen unerheblich, ob meine Arbeiten allgemeinen Anklang finden, auch wenn mich dies natürlich freut – dennoch werde ich nur erschaffen, was ich eben erschaffe. So oder so.

 

Meine künstlerische Vita:

Von 1991 -1997 habe ich an der staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart freie Kunst, Fachrichtung Bildhauerei studiert. 
Das war eine tolle Zeit, denn zumindest damals war es ein Studium ohne jegliche Pflichtvorgabe, was mir ermöglichte, für mich aus dem Lehrangebot all das herauszusuchen, was mich interessierte und voran brachte. Ich konnte in Ruhe meine Projekte umsetzen ohne irgendetwas erfüllen zu müssen, was andere sich vorzustellen belieben. 
Ich habe mein Handwerkszeug gelernt und die gesamte Studienzeit über die Natur studiert. Das bedeutet, dass ich außer zeichnen und modellieren, vor allem das genaue Beobachten gelernt habe, im Sinne von sehen und analysieren, sowie das Sich-hineinversetzen in das, den, die zu Zeichnende.
Es war auch eine tolle Zeit, weil es ein mehr oder weniger ungeregelter Entfaltungsraum war – gut für diejenigen, die dies zu nutzen verstanden. Wer das nicht konnte, ist gescheitert – und so ist ja auch der Beruf: Entweder du hast etwas vor und tust es, oder eben nicht.

Während meines Studiums und den folgenden Jahren (ich war hauptberuflich schaffend bis ca. 2008) habe ich mehrere Kunstpreise erhalten und durchgängig und an allen relevanten Orten in Baden-Württemberg ausgestellt, meist mit einer Einzelausstellung und mehrere Beteiligungen pro Jahr, und auch überregional und deutschlandweit. Ich habe an Symposien teil genommen, Arbeiten für temporäre Skulpturenwege geschaffen und  einige Arbeiten von mir stehen im öffentlichen Raum oder in Museen.
Ich mache hier keine Aufzählungsvita, das spielt keine Rolle. Entweder dir gefallen meine Arbeiten oder eben nicht.

Und heute?

Im Zusammenhang mit einer gesundheitlichen Krise habe ich mein Leben von Grund auf neu ausgerichtet und es ergab sich, dass ich die Bildhauerei als Hauptberuf hinter mir ließ. Interessierte Käufer erhalten dadurch die Möglichkeit jetzt noch einige letzte Unikate zu erwerben oder letzte vorhandene Güsse aus Kleinstauflagen, die bei weitem nicht vollständig gegossen wurden, was ich auch nicht mehr vor habe, es kann also durch-aus sein, dass eine Plastik, die mit „Auflage 12“ ausgewiesen ist, tatsächlich nur zwei oder drei mal existiert. Die Dinge sind also rar und wertvoll – dementsprechend werde ich meine restlichen Werke auch nicht mehr unter Wert verkaufen. 

Ich bin heute dahin zurückgekommen, wo ich in meiner Jugend war: Zum Schreiben und zur Spiritualität. Als Heilpraktikerin und Autorin profitiere ich in jeder Hinsicht von den Fähigkeiten, die ich mir in meinem Kunststudium erworben habe, insbesondere vom genauen, analytischen Beobachten, dem sich einfühlenden Studium der Natur, der Fähigkeit wie auch immer geartete Volu-mina zu strukturieren und natürlich profitiere ich von der Gewohnheit, ausdauernd, prozessorientiert und aus eigenem Antrieb etwas zu erarbeiten, zu gestalten, sowie von meinem hohen, selbstreflektierenden Anspruch an meine Arbeit.
Grundsätzlich ist für mich das Leben ein ergebnisoffener Erfahrungsraum und so ist auch meine Haltung.

Selbstverständlich hat das künstlerische Schaffen auch heute seinen Platz in meinem Leben, sei es die Gestaltung meiner Buchcover oder ein in Auftrag genommenes Fliesenmosaik, eine Badgestaltung oder etwas anderes, wozu ich gerade Lust habe. Die Grundlagen und Voraussetzungen kreativen Schaffens gelten ja doch für alle kreativen Ausdrucksformen gleicher-maßen, ganz unabhängig davon worauf sie angewendet werden.

Kontakt:

8 + 9 =

Oder über:

mail: info@skulptur-mueller
Tel: 0228 – 360 28 127

Bildhauerisches Schaffen aus vierzehn Jahren freiberuflich-künstlerischer Tätigkeit. Viele Werke haben mein Haus verlassen, einige wenige werde ich behalten und einige andere wenige können noch erworben werden – solange sie noch da sind

Aufträge für Fliesenmosaike nehme ich an, diese können auch ganz anders aussehen, als die abgebildeten, auch Ton in Ton oder einfarbig mit rhythmischer Struktur – selbstverständlich orientiere ich mich mit meinem Entwurf an den Vorlieben des Auftraggebers, der mir in diesem Rahmen seinerseits selbstverständlich die Gestaltung verantwortlich anvertraut.

Darüber hinaus empfehle ich natürlich meine Bücher und mein psychotherapeutisches Angebot in meiner heilpraktischen Praxis, beide Homepages sind hier verlinkt.